Das Literaturhaus Augsburg vergibt ab sofort den ersten deutschen Popliteraturpreis.

Am 15. Mai Am 15. Mai 2022 vergab das Literaturhaus Augsburg erstmals den Deutschen Popliteraturpreis für Magic, Pop und Ewigkeit an Alard von Kittlitz. Drei Finalist*innen wurden ins Hotel Maximilian’s nach Augsburg eingeladen, um dem Publikum ihre Texte vorzustellen. Nach den Lesungen zog sich die Jury konspirativ hinter die Bühne zurück und ermittelte live den Gewinner, der mit seinem Debütroman „Sonder“ den mit 3.000 Euro dotierten Preis gewann.

Einen ausführlichen Bericht und Fotos finden Sie auf der Literaturhaus-Augsburg-Website.

Die Gala

Das Literaturhaus Augsburg verleiht den ersten deutschen Preis für Popliteratur. Gemeinsam mit unserer Jury, Polina Lapkovskaja, Alexa Hennig von Lange und Eckhart Nickel, küren wir LIVE den/die PreisträgerIn, der/die die Gegenwartsliteratur erwecken und vergolden wird.

Feiert mit! Am 15. Mai 2022, um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) im Hotel Maximilian’s in Augsburg.

  • Talk: «Was ist Popliteratur?» mit Professor Heinz Drügh, Goethe Universität Frankfurt/Main
  • Lesung der FinalistInnen: Anaïs Meier, Mithu Sanyal, Alard von Kittlitz
  • featuring DJ Eckhart Nickel and a special live-performance by Polina Polly Lapkovskaja
  • Fine Fingerfood von Sternekoch Simon Lang
  • Exklusive Drinks passend zu den drei finalen Texten

Karten für die Gala gibt es für 39 Euro (Wow!!) bei Bücher Pustet (VVK) oder an der Abendkasse. Reservationen nehmen wir via preis@literaturhaus-augsburg.de entgegen.
(Die Veranstaltung findet unter den geltenden Corona-Regeln statt.)


Zusätzlich vergeben wir den «Lou-Andreas-Salomé-Spezialpreis für Texte, die vor Liebe sprühen», der am 14. Mai 2022 im Brechthaus in Augsburg verliehen wird. Der Preisträger/die Preisträgerin wird im Anschluss lesen.

Lea Schneiders Gedichtband „Made in China“ wird in diesem Jahr mit dem Lou-Andreas Salomé-Spezialpreis für die Texte, die vor Liebe sprühen ausgezeichnet.

Leider müssen wir die Veranstaltung am 14. Mai im Brechthaus in Augsburg aufgrund einer Corona-Erkrankung von Lea Schneider absagen. Wir werden uns um einen Lesungstermin mit der Preisträgerin bemühen.

Popliteratur, yes, but NEW!



Wie sieht Popliteratur heute aus? Wir wissen es nicht genau und das ist das Spannende!

Warum brauchen wir Popliteratur mehr denn je?

  • POP ist ein Lebensgefühl: POP weiß um den Zustand der Welt. Er setzt ihr ein „Wir sind hier!“ entgegen. „Trotz allem!“
  • POP beschäftigt sich grundlegend mit universellen gesellschaftlichen Themen – Bildern, Gefühlen, Gedanken und Rückschlüssen. Nur nicht so offensichtlich.
  • POP bedeutet Kritik an den bestehenden Verhältnissen!
  • POP hat emotionale und intellektuelle Sprengkraft!
  • POP ist trotzig und lässt sich nicht mobilisieren!
  • POP ist die schönste Form der Ernsthaftigkeit!
  • POP ist die schrägste Form des Konservatismus!
  • POP hat Charme & Stil! Pop ist Können und Komposition!
  • POP ist nicht moralistisch, sondern moralisch!
  • POP bedeutet fame. Und den braucht deutsche Literatur heute dringend!

Wir suchen Texte, die 
viele unterschiedliche Menschen ansprechen,
stilistisch schillernde Wege gehen,
subversiv sind (Kritik kann auch affirmativ daherkommen!),
knallen und den magic pull haben,
chic sind. 

Shortlist 2021

(In alphabetischer Reihenfolge)

Leonhard Hieronymi: In zwangloser Gesellschaft
Leonhard Hieronymi: In zwangloser Gesellschaft

Ein junger Mann besucht Europas Friedhöfe und deren literarische „Bewohner“ (Ovid, Arno Schmidt, Christa Wolf u.a.). Dabei sinniert er über das Verschwinden, Unsterblichkeit und andere Belanglosigkeiten.

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Judith Keller: Oder?
Judith Keller: Oder?

Manchmal steht nur ein Satz auf der Seite, manchmal ist er sogar durchgestrichen und manchmal ist man in der Mitte einer Geschichte ohne Anfang und Ende. Judith Keller transformiert Text vom Spoken Word zum Written Word und wieder zurück.

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Alard von Kittlitz: Sonder
Alard von Kittlitz: Sonder

Die philosophische Bedeutung des Wortes „Sonder“ flasht mich sofort: „Sonder“ ist die plötzliche Einsicht, dass jeder beliebige Mensch, der uns begegnet, ein ebenso echtes Leben lebt wie wir selbst. Wir folgen dem nerdigen Produktdesigner Peter Siebert – intellektuell schlicht, ästhetisch aufs feinste ausdifferenziert (Wabi-Sabi, welch ein geiles japanisches Schönheitsideal, gerade heute!), transzendental obdachlos – in eine abgefuckte Welt in naher Zukunft. Eigentlich ist alles jetzt schon genau so, wie es sich im Buch darstellt, und es graust einem, wenn man noch alle Latten am Zaun hat. Alle Figuren des Romans sind von einem derartig haarsträubenden Nichts umgeben, das ich beim Lesen wirklich so sehr spüre, dass ich in seinen Strudel hinabgezogen werde. Ich komme da nicht mehr raus, bis zum Schluss. Echt.

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Anaïs Meier: Mit einem Fuss draussen
Anaïs Meier: Mit einem Fuss draussen

Ein Fuß, der aus dem Schilf im See ragt, ruft Gerhard auf den Plan. Er, der selbst mit einem Fuß außerhalb der Gesellschaft steht, will den Fall mithilfe einer Ente und viel Erfindungsreichtum aufklären.

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Mithu Sanyal: Identitti
Mithu Sanyal: Identitti

Die geltungssüchtige Professorin der Intercultural Studies und postkolonialen Theorie Saraswati lässt ihre Haut verdunkeln, um ihre wahre Herkunft zu verschleiern. Resultat: ein riesiger Shitstorm in den sozialen Medien. Nivedita, Studentin und Fan der Professorin, teilt im Internet mit einer großen Fangemeinde ihre Gedanken zu Identitätspolitik, Gender, Race, Old White Dudes, Racism, Blackfacing, etc. Aufgrund der Aktualität der seit Me too regelmäßig aus Amerika herüberschwappenden Diskurse ist auch die deutsche Online-Gemeinde politisiert und polarisiert. Beim Lesen lernt man einiges über die theoretischen Grundlagen dieser Diskurse und ihre akademischen Protagonisten, die mittlerweile zu Popstars geworden sind. Zur Debatte des Jahrhunderts kamen im kanadischen Toronto im Jahr 2019 immerhin 3000 Zuschauer, als der erzkonservative Psychologieprofessor der Universität Toronto, Jordan Peterson, und der Superstar der Linken, Slavoj Žižek, miteinander über Identitätspolitik diskutierten. Es wird so hitzig über Lebensentwürfe diskutiert wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Auch in Deutschland. Lest rein!

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Longlist 2021

(In alphabetischer Reihenfolge)

Erdbebenwetter, Zaia Alexander
Erdbebenwetter, Zaia Alexander

Lou lebt mit ihrer Tochter und einer Katze in L.A. Beide sind ihr zugelaufen. Irgendwann einmal, die Zeit spielt keine Rolle. Und irgendwann einmal wird Lou in einen Zirkel von Hexen aufgenommen, der nicht etwa das Verborgene, sondern das ohnehin schon Sichtbare hervorzaubert.

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In zwangloser Gesellschaft, Leonhard Hieronymi
In zwangloser Gesellschaft, Leonhard Hieronymi

Ein junger Mann besucht Europas Friedhöfe und deren literarische „Bewohner“ (Ovid, Arno Schmidt, Christa Wolf u.a.). Dabei sinniert er über das Verschwinden, Unsterblichkeit und andere Belanglosigkeiten.

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Schlachthof und Ordnung, Christoph Höhtker
Schlachthof und Ordnung, Christoph Höhtker

Marom ist das neue Om. Die Pille gegen Angstzustände schickt Top-Manager, eine Teilzeit-Terroristin, einen Journalisten, einen Schlachthofmitarbeiter, ach was, die ganze Gesellschaft auf einen irren Trip in den (un)heilbringenden, (un)glückseligen Wahnsinn.

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Die Geschichte eines einfachen Mannes, Timon Karl Kaleyta
Die Geschichte eines einfachen Mannes, Timon Karl Kaleyta

Wir finden das Buch wahrscheinlich auch deswegen geil, weil wir selbst das easy 80er-Jahre-Glück in der westdeutschen Provinz genießen durften. Bis auf Tschernobyl – ich musste schnell raus aus dem Sandkasten und rein ins Haus, wenn es anfing zu regnen – und der Wiedervereinigung ist ja nicht wirklich viel Nennenswertes passiert, oder? Als ich das Buch las, war ich sofort hooked und musste unbedingt wissen, wie es mit diesem Knallkopf weitergeht und wie der ganze Wahnsinn enden würde. Hier ist alles ironisch und zugleich ernst, wie sollen die Deutschen das überhaupt aushalten?

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Oder, Judith Keller
Oder, Judith Keller

Manchmal steht nur ein Satz auf der Seite, manchmal ist er sogar durchgestrichen und manchmal ist man in der Mitte einer Geschichte ohne Anfang und Ende. Judith Keller transformiert Text vom Spoken Word zum Written Word und wieder zurück.

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Sonder, Alard von Kittlitz
Sonder, Alard von Kittlitz

Die philosophische Bedeutung des Wortes „Sonder“ flasht mich sofort: „Sonder“ ist die plötzliche Einsicht, dass jeder beliebige Mensch, der uns begegnet, ein ebenso echtes Leben lebt wie wir selbst. Wir folgen dem nerdigen Produktdesigner Peter Siebert – intellektuell schlicht, ästhetisch aufs feinste ausdifferenziert (Wabi-Sabi, welch ein geiles japanisches Schönheitsideal, gerade heute!), transzendental obdachlos – in eine abgefuckte Welt in naher Zukunft. Eigentlich ist alles jetzt schon genau so, wie es sich im Buch darstellt, und es graust einem, wenn man noch alle Latten am Zaun hat. Alle Figuren des Romans sind von einem derartig haarsträubenden Nichts umgeben, das ich beim Lesen wirklich so sehr spüre, dass ich in seinen Strudel hinabgezogen werde. Ich komme da nicht mehr raus, bis zum Schluss. Echt.

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Die Palmen am Strand von Acapulco sie nicken, Charlotte Krafft
Die Palmen am Strand von Acapulco sie nicken, Charlotte Krafft

Das ist hyperironische Literatur, was bedeutet, dass der Ton so übertrieben ironisch ist, dass die Geschichte wieder ins Ernste kippt. Oder, dass man zum Beispiel eine eigentlich peinliche Schnulze „cool“ erzählen kann, ohne naiv zu wirken. Leben und Kunst werden, wie die Romantik einst und die Ultraromantik kürzlich forderten, eins, denn Umschlag und Selbstinszenierung der Autorin als Teil der Rich-Kids-of-Literature-Crew gehören genauso zum Gesamtgenuss wie die schrägen Texte selbst. Alle Erzählungen scheinen auf den ersten Blick realistisch. Wenn man die Textoberfläche abklopft, gähnt dahinter ein tiefer Abgrund. Die Erzählerin ist unzuverlässig, es gibt Zombies und andere Monster, ein Vergewaltiger mutiert zu einer Schneekugel. Absurdes Zeug, cool erzählt und absolut nices Cover!

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Pappel - Die Geschichte eines Herumtreibers, Dalibor Markovic
Pappel – Die Geschichte eines Herumtreibers, Dalibor Markovic

Konrad Pappel, der früher ein richtig echter Pappel-Baum war, wandert durch die Jahrzehnte, wobei er auf mysteriöse Weise mit dem Leben Franz Kafkas verbunden ist.

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Mit einem Fuss draussen, Anais Meier
Mit einem Fuss draussen, Anais Meier

Ein Fuß, der aus dem Schilf im See ragt, ruft Gerhard auf den Plan. Er, der selbst mit einem Fuß außerhalb der Gesellschaft steht, will den Fall mithilfe einer Ente und viel Erfindungsreichtum aufklären.

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Identitti, Mithu Sanyal
Identitti, Mithu Sanyal

Die geltungssüchtige Professorin der Intercultural Studies und postkolonialen Theorie Saraswati lässt ihre Haut verdunkeln, um ihre wahre Herkunft zu verschleiern. Resultat: ein riesiger Shitstorm in den sozialen Medien. Nivedita, Studentin und Fan der Professorin, teilt im Internet mit einer großen Fangemeinde ihre Gedanken zu Identitätspolitik, Gender, Race, Old White Dudes, Racism, Blackfacing, etc. Aufgrund der Aktualität der seit Me too regelmäßig aus Amerika herüberschwappenden Diskurse ist auch die deutsche Online-Gemeinde politisiert und polarisiert. Beim Lesen lernt man einiges über die theoretischen Grundlagen dieser Diskurse und ihre akademischen Protagonisten, die mittlerweile zu Popstars geworden sind. Zur Debatte des Jahrhunderts kamen im kanadischen Toronto im Jahr 2019 immerhin 3000 Zuschauer, als der erzkonservative Psychologieprofessor der Universität Toronto, Jordan Peterson, und der Superstar der Linken, Slavoj Žižek, miteinander über Identitätspolitik diskutierten. Es wird so hitzig über Lebensentwürfe diskutiert wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Auch in Deutschland. Lest rein!

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Made in China, Lea Schneider
Made in China, Lea Schneider

Nanjing, Shanghai, Hong Kong, Taipei, Chengdu, Beijing – Lea Schneider bewegt sich durch sechs Städte, sucht und sammelt Begegnungen mit Menschen, Dingen und Erinnerungen, die sie in kurzen Textfragmenten nebeneinanderstellt und damit beweist, dass Lyrik alles kann.

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Junge mit schwarzem Hahn, Stefanie von Schulte
Junge mit schwarzem Hahn, Stefanie vor Schulte

Viel zu klug, viel zu gut, viel zu mutig ist der Junge mit dem schwarzen Hahn in einer grausamen, dummen und absurden Welt. Eine Art Messias, der ähnlich wie ein Karate-Kämpfer alle ihm entgegengebrachte Energie, all die Dummheit und den Aberglauben, gegen seine Angreifer zurück leitet.

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Amanecer, Sophie Stein
Amanecer, Sophie Stein

Amanecer heißt Morgengrauen, aber ich erwache nicht aus der expressionistischen Traumwelt, in die mich das Buch hineinzieht. Die junge Frau Aziza lernt während ihres Studiums auf Teneriffa Lázaro kennen, der sie in eine geheime Organisation einschleust, die Träume erforscht. Bei einem Experiment verliert sich Aziza in den Tiefen ihres eigenen Ichs, das sich in der Welt auflöst. Beim Lesen denke ich, ich bin auf einem Trip, allerdings weder ausgelöst durch Pilze noch durch andere psychedelische Drogen, sondern durch expressionistische Metaphernstürme. Sophie Steins überladene, ständig ausufernde Sprache ist dermaßen aus der Zeit gefallen, dass man ihr Debüt nicht ignorieren kann. Obwohl es streckenweise irre anstrengend zu lesen ist, macht mir das Buch Spaß. Ihr Buch will so gar nicht in unsere Gegenwartsliteratur passen, weil sich das alles nicht mehr in der Vergangenheit der Protagonistin oder sonst irgendwie auflösen lässt. Und: kein Funken Ironie. Beautiful!

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Ameisen unterm Brennglas, Jens Steiner
Ameisen unterm Brennglas, Jens Steiner

Ganz subtil, vorerst nur als leichte Verschiebung, kündigt sich die bröckelnde Statik der Welt in den Leben dreier Menschen an. Dass ein Raupe Tonis Basilikum frisst, ist also nur der Anfang.

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Die 12 Leidensstationen nach Pasing, Stefan Wimmer
Die 12 Leidensstationen nach Pasing, Stefan Wimmer

Was es braucht, um sich im Jahr 1985 erfolgreich entjungfern zu lassen? Kajal, Gothic und Baby Love. Gesagt, getan, denkt sich die Kajal-Clique, aber irgendwie passiert dann doch nichts. Zeit für die Pasinger Buam, ihre Strategie anzupassen…

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Die Jury

Alexa Hennig von Lange
Alexa Hennig von Lange

schreibt seit sie acht Jahre alt ist. Zwischen Relax und Die Wahnsinnige liegen Welten und Wirklichkeiten.

Dr. Eckhart Nickel
Dr. Eckhart Nickel

schrieb schon über halluzinogene Kalbsbraten, hysterische Himbeeren und smarte Reisehandschuhe. Er hat einen Mops und trägt gern weisse Hosen.

Polina «Polly» Lapkovskaja
Polina «Polly» Lapkovskaja

schreibt, performt, komponiert und doziert. Sie konzipiert, kuratiert und berät. Ihre Terrasse haben wir Capri getauft.

Dr. B.
Dr. B.

erfand das Literaturhaus Augsburg und schwärmt außerordentlich für Katzen. Menschen hat er am liebsten in Büchern.

Dr. D.
Dr. D.

lernte Dr. B. in der Schwarzen Katze bei einer Kalten Ente kennen. Sie liebt Tiere und Menschen gleichermaßen.

Katrin M
Katrin M

nähert sich Menschen und Tieren mit Bedacht. Und mit Leckerli. Sie vervollständigt das Trio impertinente.

Stimmen

„Pop ist für mich die absolute Schlichtheit, eine Kunstrichtung, die es schafft, mit möglichst wenig Einsatz möglichst viel zu erzählen und zu erfassen. Hinter Pop verbergen sich tendenziell eine große Ernsthaftigkeit, Tiefe – kurz: die Verwunderung über die beinahe vollständige Degeneration der Menschheit und der Menschlichkeit.“
Alexa Hennig von Lange

„Der Preis für Popliteratur – weltweit einzigartig, seit Jahrzehnten überfällig!“
Rafael Horzon (Unternehmer & Sachbuchautor)

„POP verwandelt das Flüchtige und Banale in magische Momente für die Ewigkeit:
Die vier Äpfel, die auf der Kontrollwaage im Supermarkt genau 1.000 g wiegen,
die Spiegelungen des Lichts im Fenster eines fahrenden ICE…
Endlich gibt es dafür einen eigenen Literaturpreis!“
Björn Weyand (Ruhr-Universität Bochum)

„Popverdacht als Kriterium literarischer Preiswürdigkeit – interessante Ausnahme von der Regel. Gegenwartscheck bestanden. In Augsburg muss sich zeigen, dass die Zukunft der Literatur weiterhin popförmig ist“.
Heinz Drügh (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Moritz Baßler (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

„Ein Literaturpreis, der selbst Literatur ist“, der sich auf die Suche macht nach der „ursprüngliche[n] Bedeutung der Dinge“, der Kunst und Wirklichkeit, „beide“ ununterscheidbar in eine „neue Wirklichkeit“ aufzuheben sich anschickt, der „präsent“ ist „und vollends aus der Zeit gefallen zugleich“? Eine solche „Operation ist noch ganz unbekannt“, zwar nicht im poetologischen Kosmos romantischer Avantgarden, wohl aber, so scheint es, im Preisverleihungsbetrieb der deutschsprachigen Literatur. Was steckt dahinter – ein Konsortium, das sich einem „immoderate use of opium“ verschrieben hat und „völlig überschnappt“? Wohlan – man darf gespannt sein.“
Volker Mergenthaler (Philipps Universität Marburg)

„Wir wollen das Leben feiern, nicht weil wir nicht wissen, was gerade abgeht, sondern WEIL wir wissen was gerade abgeht.“
Literaturhaus Aux

„Popliteratur reisst den Dingen nicht die Maske herunter, wie das heutzutage so gern getan wird. Popliteratur ist die Maske.“
Katrin M.

„Popliteratur ist für mich der Versuch, an den Ort der Leichtigkeit zurückzukehren, als alles noch offen war, als die Dinge noch neu und wunderschön waren. Wirklich alle Dinge!“
Dr. B.

„Pop ist nicht blind wegschauen, aber eben auch nicht stumpf hinsehen. Popliteratur geht auch dahin, wo es unangenehm ist, aber es kommt nicht einfach damit zurück und spuckt es uns vor die Füße. Pop sieht und kritisiert, aber nicht ohne das Gesehene zu verwandeln.“
Lisa S.

Freunde und Förderer

MCA Innenarchitektur
Rechtsanwalt Max Kerscher
Patentanwalt Peter Prünte
Hotel Spangla in Sand/Südtirol
Krasse Videos Augsburg
Moebel Horzon Berlin

Teilnahme

Genre: erzählende Literatur – Sprache: deutsch (im Original), maximal 2 Titel pro Verlag – Für weitere Details Email an: preis@literaturhaus-augsburg.de

Das Manifest

Magic sind Texte, die sich auf zauberhafte Weise in die Wirklichkeit einmischen. Weil sie der Welt etwas entgegenzusetzen haben, das in ihr so noch nicht vorhanden ist. Wir sind es leid, die Banalität der Gegenwart in einer ebenso banalen Sprache gespiegelt zu sehen. Das ist falsch verstandener Realismus. Aber auch die deutsche Tradition der feinfühligen Innenschau langweilt uns maßlos. Wir können keine Psychogramme mehr ertragen, keine Biografien, die automatisch in die dunkle Vergangenheit der Geschichte zurückführen. Beichten müssen wir daher die Absolution versagen.

Was wir wollen, ist ein Literaturpreis, der selbst Literatur ist. Indem er sich genauso fantasiereich und surreal versteht wie die Erzählungen, die er prämieren will – Transzendenz, Utopie und Vision! Texte, die neue Welten schaffen, indem sie das Ich überwinden, indem sie die Imagination feiern oder es so maßlos überhöhen, dass es eine Freude ist, an dessen Oberfläche entlang zu gleiten. Das ist Pop!

Wir wollen eine fremde Sprache im Vertrauten finden, die viel wagt und möglichst viele Menschen in ihren Bann zieht! Pop erschafft eine Rede, die die Vielfalt von Sprache ausschöpft, die erzählt und nicht analysiert. Auf dass sie für die Ewigkeit bleibt. Präsent und vollends aus der Zeit gefallen zugleich.

Literatur muss, wie der Literaturpreis, der sie feiert, zum Spektakel werden, ProtagonistInnen und AutorInnen zu Sternen an diesem neu aufgezogenen Himmel. Die Kunst muss so gut sein, dass sie die Wirklichkeit vergessen macht und so am Ende beide ununterscheidbar sind in der neuen Wirklichkeit der magischen Fiktion.

Wir wollen eine neue Werthermanie mit blauem Frack und gelber Weste, ein Faserlandfieber mit Brooks-Brothers-Hemden und grünen Barbourjacken. Ziel des Preises ist es, die Welt zu erwecken und zu vergolden. Wie ein Filter legt sich die Fiktion über die Welt, schleicht sich in unseren Alltag ein und verweilt für einen Moment, um eine Spur zu hinterlassen, die unser Ich und unsere Zukunft mitbestimmt. Nur so finden wir die ursprüngliche Bedeutung der Dinge wieder. Indem wir dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein geben.

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